Das sagen die Gewinner:

 

Dr. Sandra Pauser, Universität Wien

„Der Wissenschaftspreis prämiert Abschlussarbeiten zu praxisnahen Themen und dient somit als attraktive Plattform und Drehscheibe zwischen Forschung und Praxis. Der wertvolle Austausch zwischen Forschungseinrichtungen und Vertretern des Handels bietet nicht nur interessante Kontaktmöglichkeiten, sondern liefert zugleich Motivation für zukünftige Forschungsprojekte und potentielle Kooperationen. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und Wertschätzung meiner Forschungstätigkeit.“

 

Tatjana Bockler, FOM Frankfurt
„Der Wissenschaftspreis ist für mich Anerkennung und Ansporn zugleich. Er bestätigt die hohe Aktualität von Dynamic Pricing und seine praktische Relevanz für den Handel. Darüber hinaus motiviert die Auszeichnung, weitere betriebswirtschaftliche Fragestellungen mit interdisziplinären Ansätzen aus der Wirtschaftspsychologie zu untersuchen.“

 

Clara Walter, Hochschule Reutlingen
„Der Wissenschaftspreis bedeutet nicht nur eine Anerkennung für meine Arbeit, sondern auch die Bestätigung dafür, dass mein Forschungsthema, welches mir sehr am Herzen liegt, hochrelevant für die Handelsbranche ist. Es ist motivierend, dass jungen Wissenschaftler*innen Aufmerksamkeit geschenkt wird und sie die Gelegenheit erhalten, die Branche indirekt mitzugestalten.“

Das sagt die Jury:

 

Prof. Dr. Hermann Diller
"Der Wissenschaftspreis der EHI Stiftungund GS1 Germany hat sich mittlerweile zu der führenden Plattform für hervorragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten entwickelt. Ich kenne zum Beispiel keine herausragende Marketing-Dissertation des letzten Jahres, die sich nicht im Bewerbungsverfahren für den Wissenschaftspreis befand. Das zeigt, welche Attraktivität die Plattform für exzellenten Nachwuchs entwickelt hat."

 
Prof. Dr. Utho Creusen

Prof. Dr. Utho Creusen
"Nicht nur das ausgeschriebene Preisgeld des Wissenschaftspreises fördert den akademischen Nachwuchs, sondern vielmehr die angebotene Kommunikationsplattform der EHI Stiftung und GS1 Germany und die dadurch ermöglichten Kontakte bieten einen großen Mehrwert für die Teilnehmer"

 
Dr. Michael Krings

Dr. Michael Krings
"Die mit dem Wissenschaftspreis geförderten Projekte belegen, wie hoch spannend die Themen des Einzelhandels sind. Diese Attraktivität muss Hochschulabsolventen und Forschern speziell in Deutschland noch besser vermittelt werden und der Wissenschaftspreis leistet dazu einen wichtigen Beitrag."

Ansprechpartner

Marlene Lohmann

Vorstand EHI Stiftung
Marlene Lohmann
T: +49 221 57993-72
E: lohmann(at)ehi-stiftung.org

 
Klaus Vogell

Projektleiter
Klaus Vogell
T: +49 221 94714-105
E: vogell(at)gs1-germany.de

Sponsoren

www.kpmg.de

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Nonverbale Kommunikation im Verkauf

Dr. Sandra Pauser, Universität Wien, und Laudator Prof. Dr. Utho Creusen, Positive Leadership

Wissenschaftspreis für die Beste Dissertation 2019, dotiert mit 10.000 €
Dr. Sandra Pauser, Universität Wien: „Charismatic Selling: nonverbal behaviors in personal selling“

Nonverbale Kommunikation als Schlüssel im persönlichen Verkauf


In Zeiten des digitalen Umbruchs rückt der persönliche Verkauf im Handel zuweilen in den Hintergrund. Nach wie vor stellen sich hier aber zentrale Fragen, vor allem zur nonverbalen Kommunikation (z. B. Körpersprache, Gesichtsausdruck, Stimmeigenschaften). Das Scheinwerferlicht wieder auf diesen wichtigen Themenkomplex zu richten, ist das Verdienst der Arbeit von Frau Dr. Sandra Pauser.

Die allgemein anerkannte hohe Bedeutung des persönlichen Verkaufs als Instrument der absatzfördernden Kommunikation steht im Widerspruch zu der Tatsache, dass sich bislang nur wenig Forschungsarbeiten der nonverbalen Kommunikation in diesem Kontext widmen. Der Mangel an empirischen Studien findet seine Begründung in der unbewussten Wahrnehmung und der damit verbundenen schwierigen Messbarkeit der nonverbalen Kommunikation.

Die Beziehung zwischen bestimmten nonverbalen Verhaltensweisen, Charisma und den gewünschten Kundenreaktionen ist Gegenstand der Arbeit. Dabei sind die Ziele die Aufzeichnung des spezifischen nonverbalen Verkaufsverhaltens mittels objektiver Messmethoden sowie die Analyse jener nonverbalen Verhaltensweisen, die das Charisma des Verkaufspersonals stärken und positive Kundenreaktionen auslösen.

Ihre methodische Innovationsstärke beweist die Arbeit insbesondere durch den Einsatz sogenannter Sociometric Badges zur Messung nonverbaler Kommunikation. Die neuartigen Geräte, die, um den Hals getragen, in der Lage sind, die Verkaufssituation im Hinblick auf die nonverbale Kommunikation sowohl vom Verkaufspersonal als auch vom Kunden objektiv und automatisiert zu erfassen, erlauben einen Einblick in die Wechselbeziehung zwischen Käufern und Verkäufern. 25 Messungen pro Sekunde bei über 140 unterschiedlichen Verhaltensweisen verdeutlichen den Detaillierungsgrad der Messmethode.

Damit wird das Zusammenspiel von nonverbaler Kommunikation des Verkaufspersonals und den resultierenden Kundenreaktionen durchleuchtet und es kann erstmalig nachgewiesen werden, dass Charisma zu diversen Erfolgsgrößen im Verkauf führt und zugleich erlernbar ist. In Anbetracht des stetig steigenden Bedarfs an gutem Verkaufspersonal sind das tolle Nachrichten für den Handel!

Die in der Dissertation erarbeiteten Empfehlungen sind branchenübergreifend gültig. Demnach erlaubt der gezielte Einsatz spezifischer nonverbaler Verhaltensweisen, das charismatische Erscheinungsbild des Verkaufspersonals signifikant zu steigern. Insbesondere mit Hilfe des speziell entwickelten Schulungskonzepts für den persönlichen Verkauf gelingt es Frau Dr. Pauser, die hohe Praxisrelevanz ihrer Erkenntnisse unter Beweis zu stellen.


„Es ist unbestritten, dass die Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer in vielen Branchen nach wie vor einen dominanten Einfluss auf eine erfolgreiche Geschäftsabwicklung ausübt. In dieser Arbeit steht das Charisma und insbesondere sein Zum-Ausdruck-Kommen in der Körpersprache des Verkaufspersonals im Zentrum des Interesses. Während die Interpretation nonverbaler Signale anthropologisch auf ganz alte Wurzeln zurückgeht, nützt die Doktorandin als Innovation neueste technologische Entwicklungen zur exakten Messung solcher menschlichen Ausdrucksformen.“

o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr. h.c. Udo Wagner,
betreuender Professor